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eEtiquette?

Früher war alles einfacher: Ein Mann war ein Gentleman, eine Frau eine Dame und Knigge regelte seit über 200 Jahren wie die Menschen miteinander umzugehen hatten. Und heute? mehr …

Häufig gestellte Fragen

werden hier für Euch beantwortet. In unserer FAQ Übersicht findest Du Infos zum Beispiel darüber, woher das gestickte Layout kommt, wie die Leitlinien weiter wachsen, welche Ziele wir damit verfolgen und vieles mehr …

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Prozess

Der Entstehungsprozess
In Workshops durchleuchteten verschiedene Teilnehmergruppen bestehendaus Kindern, Usern, Design-Studenten und Benimm-Experten ihren (Kommunikations-) Alltag auf Situationen, in denen sie unsicher waren oder sichüber das Verhalten anderer wunderten.
Auf diese Weise identifizierten sie die„Dos and Don’ts“ im kommunikativen Miteinander.

Forschungszeitraum
Juli bis Dezember 2009

Street Lab
Dieser spielerische Workshop mit Kindern und Jugendlichen fand im Rahmen des vom Design Research Lab  initiierten Straßenlabors in Berlin-Neukölln statt. Ziel war herauszufinden, nach welchen Regeln Kinder digitale Medien nutzen. Die Kinder haben zunächst Regeln gesammelt, die ihre Eltern ihnen im Zusammenhang mit der Nutzung von neuen Technologien gegeben haben. Im nächsten Schritt haben sie diese bestehenden Regeln spielerisch gebrochen, anschließend selber neue erstellt und kreativ illustriert.

Lead-User
Erfahrene Nutzer von digitalen Kommunikationstools und sozialen Netzwerken wurden befragt, nach welchen Vorgaben bzw. Regeln sie mit digitalen Medien umgehen. Der kreative Workshop lieferte durch Methoden der Selbstbeobachtung („cultural probes“) Einsichten in den digitalen Alltag. Zudem stellten sie ihre persönlichen zehn goldenen Regeln zum Thema, my digital manners’ auf. Diese wurden anschließend gemeinsam diskutiert, ergänzt und sortiert. In einem insgesamt vierstufigen Prozess (Beobachten – Fragen – Vergleichen –Zusammenstellen) wurden so ungeschriebene Regeln identifiziert.

Critical Design
Gemeinsam mit dem Royal College of Art in London wurde ermittelt, was es mit Etiquetten und Manieren im Kontext zukünftiger Technologien auf sich hat. Die Masterstudenten kamen nach Berlin, um eine kreative Straßeninteraktion zum Thema „Etiquette im öffentlichen Raum“ zu inszenieren. Entsprechend des Critical Design Ansatzes entwickelten die Studierenden diverse kritische Designstandpunkte zur Interaktion mit neuen Medien. Zudem fanden mehrere Diskussionen mit interdisziplinär ausgewählten Experten statt. Die kritische und konzeptionelle Auseinandersetzung hat zu wertvollen neuen Erkenntnissen und Visionen geführt und somit die Ergebnisse der anderen ethnographisch orientierten Workshops sinnvoll ergänzt. Im Nachgang wurden die Ergebnisse der diversen Aktivitäten und Kontexte zusammengetragen, gefiltert und ausgewertet. Der Feinschliff erfolgte im engen Austausch mit Nutzern durch das multikulturelle Kernteam im Creation Center. So sind allmählich die 101 Leitlinien der eEtiquette entstanden.

Anzahl der Projektteilnehmer
11 Mitglieder des Creation Centers
10 Kinder & Jugendliche
18 Masterstudenten des RCA
6 Fachexperten aus der Branche
39 Digital Natives

Die Beteiligten
Das Creation Center ist Teil der Telekom und steht mit seinen fünf Mitarbeitern unter der Leitung von Raimund Schmolze. Einen Videoclip dazu gibt es hier. Das Creation Center war der Initiator und Entwickler der eEtiquette, Projektleiterin für die ‚101 Leitlinien für die digitale Welt’ war Julia Leihener.

Das Design Research Lab der Telekom wird seit 2005 geleitet von Prof. Dr. Gesche Joost. Für das Projekt der eEtiquette unterstützte Gesche Joost die methodische Basis, mit Hilfe derer die bisher ungeschriebenen Gesetze zur digitalen Kommunikation identifiziert und formuliert werden konnten.

Das Royal College of Art (RCA) in London ist eine der einflussreichsten Schulen für Kunst und Design. In die Entwicklung der eEtiquette waren 18 Masterstudenten des Design Interaction Departments RCA unter der Leitung von Prof. Anthony Dunne eingebunden.

Der wissenschaftliche Ansatz
Einer der wissenschaftlichen Ansätze war der des Design Researchs, bei dem die Arbeit mit sogenannten „Cultural Probes“ (Methoden der Selbstbeobachtung) als Inspirationsgrundlage diente. Das gesamte Projekt wurde außerdem nach dem Prinzip des iterativen Design Thinking – Recherche, Analyse/Synthese, Ideenfindung, Konzeption, Testing - durchgeführt. Des Weiteren wurde vom Royal College of Art das sogenannte Critical Design praktiziert, welches Methoden und Werkzeuge des Designs nutzt, um gesellschaftliche Phänomene kritisch zu reflektieren und zur Diskussion zu stellen.